ST. JOHANN/WBG. Als sozialer Motor in der gesamten Hansbergregion präsentiert sich die Gemeinde St. Johann am Wimberg. Vorrangige Themen sind Projekte für Kinder und Senioren. So gibt es seit kurzem im Kindergarten eine Nachmittagsbetreuung für Kindergarten- und Volksschulkinder. Es können auch Kinder aus anderen Gemeinden der Hansbergregion angemeldet werden. Weiters ist geplant, in St. Johann einen ganzjahres Kindergarten einzurichten, um die Eltern auch in den Ferien zu entlasten. "Allerdings sollen solche Aktionen nicht falsch verstanden werden. Das oberste Gut soll trotzdem noch die Familie sein und als solche erhalten bleiben", so Bürgermeister Albert Stürmer. Nachwuchssorgen plagen St. Johann nicht: Entgegen dem Trend stieg die Geburtenrate in der Hansberggemeinde.
Seniorenprojekt geplant
Auch im Seniorenbereich soll das Leben in St. Johann lebenswerter werden. Stürmer: "Wir werden uns verstärkt dafür einsetzen, dass die Seniorenarbeit auch finanziell Zukunft hat". Es befasst sich bereits ein Arbeitskreis mit dem Thema Senioren. Ziel ist es, St. Johann und die gesamte Hansbergregion den Stempel "seniorenfreundlich" aufzudrücken. Der Ortschef will die explodierenden Kosten noch rechtzeitig abfangen. Den alten Menschen soll das Leben im eigenen Heim und der eigenen Gemeinde so lange wie es geht möglich gemacht werden. Altenheime sollen, so Stürmer, nur für wirkliche Pflegefälle in Frage kommen.
Betriebe stärken
"An Neugründungen haben wir in den letzten Jahren nicht viel gehabt, aber trotzdem haben die ’Hansinger' Klein- und Mittelbetriebe eine Aufstockung um 20 Prozent geschafft", berichtet Stürmer. Die Gemeindeväter sind gerade dabei, mit den Betrieben Strategien auszuarbeiten, die einen gemeinsamen Auftritt ermöglichen, um auf dem heimischen Markt noch schlagkräftiger zu werden. "Wir wollen den Unternehmern tatsächlich helfen, vor allem im Bereich Marketing - zum Beispiel mit einer Homepage. Die Händler und Handwerker sollen auch die Wertschöpfung untereinander nützen." Nicht zuletzt sollen Gelder vom Land und von Brüssel lukriert werden.
Lokale Agenda 21
Ein weiteres wichtiges Thema ist momentan die Lokale Agenda 21. Die Gemeindevertreter sind gerade mit der Ziel-Profil Erarbeitung beschäftigt. Hier soll nun die zukünftige "Marschrichtung", welche die Hansberggemeinde langfristig einschlägt, festgelegt werden. Ein wesentlicher Punkt wir der Tourismus rund um den Hansberg darstellen. Außerdem sollen für die Landwirtschaft neue Einnahmequellen entstehen.
Neben den bestehenden Tourismusbetrieben sollen auch neue forciert werden und in wenigen Jahren soll die "Hansbergregion" ein touristischer Begriff sein. Ein guter Grundstein ist sicher der Hansbergschilift, der zur Zeit sehr gut läuft. Auch die Langlaufloipe, die durch drei Gemeinden führt wird sehr gut angenommen.