PUTZLEINSDORF. "Nahversorgung ist Lebensqualität" - das ist der Leitsatz, dem sich die Ortschefin Putzleinsdorfs Berta Prechtl zusammen mit ihren Mitarbeitern verschrieben hat. Deshalb war die Mühlviertler Gemeinde auch in den letzten beiden Jahren beim Gemeindeentwicklungsprogramm SPES mit von der Partie. Ziel dieses Programms war es, den IST-Stand zu analysieren und sich seiner Stärken zu besinnen, und die Schwächen auszubessern. "Auch wenn das SPES-Projekt nun abgelaufen ist, der Gedanke lebt in Form von fünf Arbeitskreisen, welche sich mit verschiedensten Themen befassen, weiter. Das Resultat dieser Aktion sind einige Projekte, die zum Teil schon in der Endphase stehen und zum Teil noch in Planung sind.
Vorzeigeprojekt Sportanlage
Zu einer Sport- und Freizeitanlage, die in der Region ihresgleichen sucht, hat sich in letzter Zeit der Putzleinsdorfer Sportplatz gemausert. Die Sportstätte befindet sich bereits in der Endausbauphase. Bei der alten Anlage wurde ein zweites Spielfeld für die Kicker, eine Stockschützenhalle und ein gemeinsames Clubhaus angefügt. Auch eine Skateranlage, Tennisplätze und eine überdachte Tribüne gehören zum Putzleinsdorfer "Sportpark". "Vor allem die Eigenleistungen der Stockschützen und Fußballer ist bewundernswert", lobt Bürgermeisterin Prechtl das Engagement der Sportler. Eröffnet soll die mehr als eine Million Euro teure Anlage schon im Sommer 2003 werden. Bereits seit drei Jahren in der Reihung des Oberösterreichischen Bäderbeirates ist auch das Freibad. Dieses ist projektiert und dem Gemeinderat vorgestellt worden. In den nächsten vier Jahren soll auch dieser letzte Bauabschnitt der Sportanlage verwirklicht sein.
Kindergarten fast fertig
Beinahe abgeschlossen ist die Sanierung des Pfarrcaritas Kindergarten. Das Gebäude wurde in den letzten drei Jahren auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Fenster, Türen und Einrichtung entsprechen den Ansprüchen der heutigen Kids. Gerade in Arbeit befindet sich der Garten und Spielplatzbereich. Mit dem Bau der Außenanlage wird im Frühjahr begonnen.
Fortschritt in Wohnungsbau
Auch in Sachen Wohnungsbau ist Putzleinsdorf eine Vorzeigegemeinde. Bereits seit einiger Zeit fertig sind sieben Eigentumswohnungen und vier Reihenhäuser, während in der Siedlung Neumühle ein Wohnhaus mit acht Wohnungen im Entstehen ist. Dieses wird von den Wohnungsfreunden gebaut. Die Domizile werden für die künftigen Mieter besonders attraktiv sein, da sie auf Mietkauf-Basis angeboten werden. Das heißt, dass man eine gewisse Zeit ganz normal Miete wie in einer Mietwohnung bezahlt, diese aber bereits als Anzahlung für einen späteren Kauf gilt. Ende dieses Jahres werden die neuen Unterkünfte bezugsfertig sein. "Besonders erfreulich ist, dass es von der Vorstellung dieses Projekts im Sitzungssaal, bis zum Spatenstich nur ein halbes Jahr gedauert hat", ist Amtsleiter Gottfried Kriegner stolz auf "seine" dynamische Gemeinde.
Ein weitaus größerer Brocken im Wohnungsbau steht den Putzleinsdorfern allerdings noch bevor. Bei der Ortseinfahrt West soll ein Gebäude mit 18 Mietkauf-Wohnungen entstehen. Es soll eine Symbiose zwischen moderner Architektur und dem historischen Marktkern darstellen. Auch eventuelle Parkprobleme werden gleich im Keim erstickt, da zu diesem Gebäude eine Tiefgarage geplant ist. Die Unterkünfte werden eine Größe zwischen 50 und 100 m2 haben. "Mit dem Bau kann erst begonnen werden, wenn wir genügend Interessenten für die Wohnungen haben. Allerdings ist bei entsprechendem Zulauf ein Baubeginn im nächsten Jahr möglich", ist der Amtsleiter optimistisch. (Bewerbungen unter 07286/8276-13).
Zukünftige Planung
Ein weiteres Projekt, das schon ziemlich konkrete Formen annimmt, ist die Auslagerung des Bauhofs aus dem Feuerwehrzeughaus. "Ein optimaler Standort ist bei der örtlichen Kläranlage" erläutert Prechtl. Die Freiwillige Feuerwehr soll dann zusätzlich einen Kommandoraum, einen Schulungsraum und einen Gruppenraum bekommen. Auch das Amtshaus weist schon dringenden Sanierungsbedarf auf. "Da man auch beim Land die Notwendigkeit kennt, wird diese Sanierung optimal gefördert", so Prechtl.