Gemeindesekretär und Bürgermeister in einer Person ist der nächste Ortschef den wir medial beleuchten. Erhard
Grünzweil, seit 1989 Bürgermeister der Gemeinde Afiesl und gleichzeitig Gemeindesekretär in Helfenberg, bringt
durch diese einzigartige Konstellation viele Vorteile in beide Tätigkeiten ein.
AFIESL/HELFENBERG. "Ich kenne beide Seiten, sowohl die Verwaltungsebene als auch die politische", erklärt Grünzweil.
"Viele Informationen, die sich die Leute normalerweise vom Bürgermeister holen müssten, kann ich ihnen geben."
Kein Wunder, denn die Gemeindearbeit hat der 48-Jährige von der Picke auf gelernt: Im zarten Alter von 15 Jahren startete
er seine Beamtenkarriere in der kleinen Gemeinde Schönegg/Afiesl, "was äußerst vorteilhaft war, weil ich wirklich alles
machen musste." Nach mehreren Lehrjahren in verschiedenen Gemeinden landete er schließlich in Helfenberg. Parallel
dazu startete seine politische Karriere in Afiesl mit dem Einzug in den Gemeinderat und dem baldigen Wechsel ins
Bürgermeisteramt."
Obwohl wir eine sehr kleine Gemeinde sind, geschieht sehr viel bei uns", erzählt er stolz. "Ich nütze jede Gelegenheit, die
Leute über das Gemeindegeschehen zu informieren." Denn etwas auszureden, entsprechend zu argumentieren und zu
begründen, sieht Grünzweil als wichtige Voraussetzung, dass Zusammenarbeit und -leben funktioniert. "Ich bin stolz, dass in
Afiesl der Zusammenhalt ein sehr guter ist. Bei der Feuerwehr sind zum Beispiel sämtliche Gemeinderäte Mitglieder, das
gibt es nicht überall,", so der ÖVP-Politiker, der so ganz nebenbei auch noch Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes ist und
immer wieder Nachtdienste leistet.
Naturliebhaber und Familienmensch
Bei so viel Dienst am Bürger bleibt natürlich wenig Zeit für Hobbys oder Familie. Und so sucht er sich die Entspannung zu
Hause: "Ich habe mir direkt neben unserem Haus ein Wildgatter angelegt. Das macht mir und meinen Kindern sehr viel
Freude", erzählt der fünffache Familienvater. Als Naturliebhaber findet er seinen Ausgleich beim Schwammerlsuchen,
natürlich bei seinen Tieren und bei Spaziergängen. Das Bürgermeisteramt will er noch länger ausüben, denn "es macht mir
wirklich Freude, wenn ich helfen kann."