NIEDERKAPPEL. Bis zum 30. Juni 2002 sollen alleine in Oberösterreich 101 Postämter zugesperrt werden. Am 12. März war es beim Postamt Niederkappel soweit. Nach 130 Jahren wurde die Postamtstür für immer zugesperrt.
Die Schließung des Postamtes hatte sich schon seit längerer Zeit abgezeichnet. Im Herbst 1998 wurde das Postamt als eigenständiges Postamt aufgelassen und jenem in der Gemeinde Hofkirchen eingegliedert. Auch die Briefträger wurden nach Hofkirchen abgezogen. Gleichzeitig wurden die Öffnungszeiten des Amtes drastisch gekürzt - nur mehr vormittags drei Stunden und zusätzlich am Freitag Nachmittag. Am 14. Februar 2002 wurde endgültig beschlossen, dass das Postamt 4133 Niederkappel mit jenem in Lembach zusammengelegt wird. Als kleine Alternative zum Postamt wird das Gemeindeamt künftig als sogenannte "Postabholstelle" fungieren. Es handelt sich dabei um die Hinterlegungsmöglichkeit für jene Sendungen, die der Post-Zusteller auf seinem Zustellgang nicht ausfolgen kann (z.B. eingeschriebene Briefe, Pakete ohne Gebühren). Die Lotto-Toto-Annahmestelle wird mit 2. April dem Kaufhaus Amerstorfer übertragen. Auch diese Einrichtung wird auf Dauer im Ort nur bei entsprechendem Umsatz verbleiben können.
Geeignete Geschäftsräume
Das Amtsgebäude mit den im Erdgeschoss liegenden Postamtsräumen wurde erst im Jahr 1994 neu adaptiert. Diese zentral gelegenen Räumlichkeiten im Ausmaß von rund 72 m2 würden sich besonders gut für Büro- und Geschäftszwecke eignen. Die Gemeinde Niederkappel hofft auf einen baldigen neuen Mieter. Interessenten melden sich unter Tel.: 07286/8555, Fax: DW 30, E-Mail: gemeinde.niederkappel@resi.at