HOFKIRCHEN: Endgültig vor dem Verfall konnte nun die Ruine Haichenbach gerettet werden!
Nach der ersten Sanierungsphase, die in den Jahren 1984 bis 1988 auf Initiative und unter der Leitung von Dr. Herbert Traxler von der ARGE Heimatpflege für den Bezirk Rohrbach gelaufen ist, konnten nunmehr in einer zweiten Sanierungsphase seit Juni 2000 mit einem Kostenaufwand von rund 116.000 EURO die weiteren Erhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Dabei wurde die Sicherung des restlichen Mauerwerkes vorgenommen, um den Charakter einer Ruine zu erhalten. Im Inneren des Turmes wurde ein Stahlgerüst aufgestellt, über ausdrücklichen Wunsch des Bundesdenkmalamtes wurde auch die Stiege beim Aufgang zum Turm als Stahlkonstruktion ausgeführt. Auch die Holzbrücke über den Halsgraben wurde erneuert. Georg Stradiot ermöglichte es als Besitzer mit einer langfristigen Verpachtung der Ruine an die Gemeinde Hofkirchen, dass all diese Erhaltungsmaßnahmen weiter betrieben werden konnten.
Das „Kerschbaumer Schlößl“, wie die Ruine im Volksmund genannt wird, stellt mit seiner einzigartigen Lage am Kamm der Schlögener Donauschlinge ein Juwel und eine besondere Attraktion für den Tourismus der gesamten Region dar.
Zur Eröffnungsfeier konnten Bürgermeister Erich Moser und Manfred Hörschläger als Obmann des örtlichen Erhaltungsausschusses auch Bundesrat Mag. Gerhard Tusek, Bezirkshauptfrau Dr. Wilbirg Mitterlehner und den Besitzer Georg Stradiot begrüßen. Die zahlreichen Besucher aus der gesamten Region ließen die Eröffnung zu einem Volksfest werden. Pfarrer KonsRat Josef Hörleinsberger nahm die Segnung der Anlage vor. Bürgermeister Moser und Obmann Hörschläger dankten den zuständigen Stellen des Landes, dem Bundesdenkmalamt und dem Besitzer für die finanziellen Beiträge sowie allen freiwilligen Helfern für die geleisteten Arbeiten zur Erhaltung der Ruine Haichenbach. In den folgenden Jahren soll die Begrenzungsmauer des Turnierhofes saniert werden. Aus den Ansprachen der Ehrengäste kam die große geschichtliche und touristische Bedeutung der Ruine Haichenbach zum Ausdruck.
Der Turm der Ruine Haichenbach steht damit für touristische Zwecke als Ausblickspunkt in das Donautal für die Besucher wieder offen. Von den Parkplätzen am Beginn des Waldes ist die Ruine über den Wanderweg zu Fuß in rund 20 Minuten zu erreichen.
Zu erreichen ist die Aussichtswarte „Ruine Haichenbach“ auch über die bestens beschilderten Wanderwege der Region (Wanderkarte liegt auf) sowie über den Donau-Höhen-Wanderweg.
Eine weitere touristische Attraktion in diesem Bereich stellt der Naturlehrpfad „Donauschlinge“ mit einer Länge von rund 3,5 km dar, der direkt in der Schlögener Donauschlinge von Au (Gemeinde Hofkirchen i.M.) nach Grafenau (Gemeinde Niederkappel) verläuft. Der Naturlehrpfad beginnt nach Ende des Radweges in Au, die Rückfahrt ist mit der Längsfähre Au-Grafenau (5 km, Fähre „Santa Maria“) möglich.
Mit der Längsfähre „Santa Maria“ werden auch die Radfahrer vom Ende des Radweges bis nach Grafenau transportiert, wo sie die Fahrt mit dem „Drahtesel“ auf Mühlviertler Seite fortsetzen können, es ist aber auch das Übersetzen der Donau mit der Querfähre möglich.
Vom Tourismusverband Hofkirchen wurden in Zusammenarbeit mit den Gasthöfen der Gemeinde Hofkirchen i.M. Pauschalangebote (Wochen- und Wochenendpauschalen) ausgearbeitet.
Auskünfte hierüber erteilt der Tourismusverband der Gemeinde (Tel. 07285/7011 oder per email: gemeindeamt@hofkirchen.at).