NEBELBERG: Destination Nebelberg als Fahrzeugtechnik-Metropole. Nach nur einjähriger Bauzeit wird die gesamte Konstruktions- und Produktionsabteilung, die Bereiche Verwaltung und Geschäftsleitung in das angegliederte moderne High-Tech-Bürogebäude am Freitag, den 14. Juni 2002 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit über 10.000 m2 Betriebsgelände wurde damit eine der bedeutendsten Industrieansiedlungen der letzten Jahre im oberen Mühlviertel abgeschlossen. Das moderne Verwaltungsgebäude umfasst Büroräumlichkeiten von 2.000 m², in denen die Geschäftsleitung sowie die Bereiche Konstruktion, Forschung & Entwicklung und Administration untergebracht sind. Die großzügigen Fertigungs- und Montagehallen mit integrierten Büro- und Personalräumen im Ausmaß von 6.500 m², der eigene Messraum mit integriertem Prüfstand und der Lager- und Anlieferungsbereich mit 1.500 m² Fläche vervollständigen das Bild eines qualitäts- und technologierorientierten Industriebetriebes. Das gesamte Gelände ist mit einem High-Tech-Sicherheits- und Überwachungssystem ausgestattet. Für die mit neuesten Industriemaschinen und -robotern ausgestatteten Fertigungshallen ist bis zum Jahr 2003 eine Vollauslastung geplant. Die Investitionskosten für diese Betriebsansiedlung in Nebelberg beliefen sich auf 14.540.000,-- Euro.
Die Grundidee der gesamten Anlage basiert auf einem integrierten Gesamtkonzept, das ein individuelles räumliches Wachstum aller Unternehmensbereiche vorsieht. Durch maximale, der Örtlichkeit angepassten Flexibilität hinsichtlich Erweiterung, Flächenverteilung und innerer Strukturvariabilität wurden optimale Arbeitsbedingungen ermöglicht. Das über 25 ha große, firmeneigene Betriebsgelände, das kaum Niveauunterschiede aufweist und an das keine privaten Anrainer angrenzen, ist der Garant für die weitere Expansion der nächsten Jahre.
Technik und Umwelt - Industrie und Lebensraum - nicht unbedingt ein Widerspruch.
Das neue Werk in Nebelberg ist ein Beispiel dafür, wie sich ein moderner Industriebetrieb nicht nur optisch, sondern auch in punkto Emissionen, Energiekonzept und Abfallwirtschaft perfekt in eine ländliche Umgebung integrieren lässt. Sowohl die Fertigungs- und Montagehallen als auch das Verwaltungsgebäude wurden unter Berücksichtigung aller Umweltschutzkriterien ressourcen- und energiesparend geplant und angelegt. Der neue CNC-gesteuerte Maschinenpark und die Montagestraßen verursachen keinerlei Emissionen und Lärmbelästigung. Durch die gute Isolierung und ein energieschonendes Beleuchtungskonzept sowie die Klimatisierung durch Erdwärme kann der Energieverbrauch minimal gehalten werden. Die in die Landschaft integrierte Architektur bietet ein optisch harmonisches Gesamtbild. Das moderne Müllkonzept sieht eine exakte Abfalltrennung vor, sodass die Reststoffe nicht entsorgt, sondern verkauft werden können. Ein ausreichend großes Firmenareal bietet genügend Platz, um bei zukünftigen Zubauten ein integriertes Gesamtkonzept zu realisieren, das den eingeschlagenen umweltschonenden Weg weiterverfolgt.
Die Wilhelm Oberaigner Ges.m.b.H. konzentriert sich seither unter der Geschäftsleitung von Herrn Wilhelm Oberaigner auf den Bereich Fahrzeugtechnik. Neben der Entwicklung, Erprobung, Fertigung und Montage von Kraftfahrzeugsystemen und Komponenten zählen auch komplette Systemlösungen und Prototypenbau zum sehr konstruktionslastigen Leistungsspektrum. Als Systemlieferant für die Automobil- Flugzeug- und Schiffsindustrie ist die Firma Oberaigner mit einem Exportanteil von über 70% ein international ausgerichtetes Unternehmen. Jahrzehntelange Erfahrung sowie zahlreiche Innovationen und Entwicklungen am Fahrzeugtechniksektor, schnelle Reaktionszeiten und Technologieorientierung machen die Firma Oberaigner zu einem langfristigen Partner in einem globalen Business von Mitteleuropa bis Fernost. Benchmarking und ein permanentes Screening aller Trends und Bewegungen im Fahrzeugtechniksektor machen es der Firma Oberaigner möglich, in kürzester Zeit auf alle Markterfordernisse zu reagieren und sowohl Stückzahlen als auch Konstruktionspläne anzupassen, laufend zu optimieren und just in time ohne Lagerhaltung zu produzieren. Für die Serienfertigung mit wiederkehrenden Teilen ist die Firma Oberaigner spezialisiert auf kleinere bis mittlere Losgrößen von 100-10.000 Stück.
Von der Entwicklung und Konstruktion über den Prototypenbau, die Phase der Erprobung, die Serienfertigung und Montage bis zur Auslieferung mit eigenem Fuhrpark bieten die Firma Oberaigner das Thema Fahrzeugtechnik rund um den gesamten Antriebsstrang als Full-Service-Lieferant an. Willi Oberaigner: "Wir sehen uns als integrierter Technologielieferant mit All Inclusive Approach, der zusätzlich zur Produktion und Herstellung langjährige Erfahrung und absolutes Experten Know How in den Entwicklungsprozess einbringen kann. Eines unserer Hauptziele ist die Herstellung und Produktion zu marktgerechten Preisen. Durch unsere modernen CNC-gesteuerten Maschinen mit automatischen Beladesystemen zu geringen Rüstzeiten und -kosten können wir flexibel agieren und trotz mitteleuropäischem Lohnniveau ein konkurrenzfähiges Preisniveau bieten. Der hohe Automatisierungsgrad computergesteuerten Anlagen garantiert auch für kleinere Stückzahlen absolut marktfähige Kosten".
Besonders erfolgreich und intensiv gestaltete sich in den letzten Jahren die Zusammenarbeit der Firma Oberaigner mit der Daimler-Chrysler AG in Düsseldorf. Seit mehreren Jahren werden zusätzlich zu vielen Sonderanfertigungen in Kleinserien sämtliche Allrad-Antriebe der Baureihe T1 entwickelt, gefertigt und montiert.
Firmenchef Oberaigner: "Ein begeistertes Team und engagierte Mitarbeiter sind die Basis aller erfolgreichen Unternehmen. Aus diesem Grund stellt für uns die individuelle Karriereplanung jedes einzelnen Mitarbeiters ein wichtiges Instrument dar, um das Betriebsklima und damit unsere gesamte Leistungsfähigkeit laufend zu verbessern. Wir bieten unserem Team von mittlerweile über 50 Mitarbeitern permanente Weiterbildungsmöglichkeiten durch interne und externe Coachings vom einfachen Staplerführerschein bis zu komplexen CAD- und SAP-Seminaren und Schulungen auf unseren CNC-gesteuerten Maschinen an. Der hohe Sicherheitsstandard, der an alle Arbeitsplätze gelegt wird und der Komfort, den unsere neue Betriebsstätte auch in den Aufenthaltsräumen bietet, schaffen eine entspannte und positive Arbeitsatmosphäre".
Zwischen der Entwicklung und dem Echtbetrieb eines jeden Aggregates liegen viele, zum Teil auch leere Kilometer und in den meisten Fällen eine Zeitspanne von 6 Monaten bis zu 3 Jahren. Der Bau der ersten Prototypen, die anschließend in einem langwierigen Testverfahren auf ihre Serienreife überprüft werden, ist ein wichtiger Schritt, um etwaige Konstruktionsmängel zu erkennen und zu beheben. Der Bau und die Erprobung von Modellen zählen seit Jahren zu den Spezialgebieten der Firma Oberaigner. Pioniergeist, Engagement und unsere hochtechnisierten Fertigungs- und Montageanlagen sowie der werkseigene Messraum mit Prüfstand ermöglichen uns die Herstellung verschiedenster Prototypen, die in einem intensiven Testverfahren laufend bis zur Serienreife verbessert und optimiert werden.
Firmenchef Willi Oberaigner: "Top- Qualität ist einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Darum wird zusätzlich zur externen Zertifizierung nach ISO 9001 auch intern auf das Thema Qualitätssicherung höchste Priorität gelegt. Neben fertigungsbegleitenden Prüfplänen und laufenden Selbstprüfungen im Rahmen der Produktion und Montage steht uns ein klimatisierter Messraum zur Verfügung, in dem alle Einzelkomponenten umfassenden Qualitätssicherungsmaßnahmen unterzogen werden. Hier werden alle Teile exakt vermessen und auf Übereinstimmung mit den vorgegebenen Toleranzen getestet. Unser ausgebildeter Qualitätsfachmann und sein Team sorgen durch 100%ige Überprüfung aller fertigen Aggregate für Ausschussraten, die gegen Null tendieren. Die Messgeräte selbst werden mittels eigener Prüfmittelüberwachung, die permanent justiert und protokolliert wird, kontrolliert und garantieren optimale Sicherungsergebnisse. Als Fahrzeugtechnik-Allrounder steht uns für die Zustellung und Lieferung der fertigen Aggregate ein werkseigener Fuhrpark zur Verfügung, mit dem 95% der gesamten Produktion ausgeliefert werden. Zum Versand werden alle Produkte auf speziell abgestimmte Ladungsträger aufgebracht, die sich bereits seit vielen Jahren durch Stabilität und Belastbarkeit bewährt haben. Für internationale Fahrten in Mitteleuropa und große Lieferungen wird ein neuer 40-Tonner eingesetzt, für kleinere Zustellungen und nationale Fahrten kommen kleinere Transporter und ein weiterer Sattelschlepper zum Einsatz. Um die Lieferung unserer Waren in perfektem Zustand bei unseren Kunden zu gewährleisten, sorgen 2 werkseigene LKW-Fahrer für einen sicheren Transport".