A 2001, 121 Min., Regie: Ulrich Seidl Buch: Ulrich Seidl;
u.a. mit: Maria Hofstätter, Alfred Mrva und Erich Finsches
ULRICHSBERG: Wochenende, Zeit der Hundstage. Es ist drückend heiß, südlich von Wien, im Niemandsland zwischen Autobahnzubringern, Einkaufsmärkten und Einfamilienhaussiedlungen. Die Temperatur steigt, die Aggression steigt. Asphaltdecken brechen auf. In dieser Atmosphäre erzählen sechs Geschichten, denen Ort und Zeit des Geschehens gemeinsam ist, von Alltag und Aggression; von Nächten voller Lieder und Spiele, Sex und Gewalt. Von Tagen voller Einsamkeit, Verlust von Liebe, der Sehnsucht nach Liebe. Ein Film über das Leben in seiner Verletzlichkeit und Intimität.
Der neue Film des österreichischen Dokumentaristen Ulrich Seidl ist der erste, den er selber als Spielfilm bezeichnet. Unter der heißen Sonne des zersiedelten Raumes südlich von Wien werden erstarrte Beziehungen, sexuelle Rituale und männliche Gewalt thematisiert. Dabei wirken immer noch viele Szenen dokumentarisch und die intendierte Verbindung von "authentischer Milieuwiedergabe mit reiner Fiktion" wird gekonnt erreicht. Durch die ständige Variation des Anteils von Inszenierung in seinen Filmen wirft Seidl auf formaler Ebene Fragen nach der (Un)möglichkeit von Kategorisierungen auf und erstaunlicherweise verschiebt er mit "Hundstage" auch die Koordinaten seiner früheren Filme. Ab 18.