HOFKIRCHEN: Die Zucht von Rassekleintieren hat in Österreich Tradition. Seit mehr als einem Jahrhundert werden in hunderten Vereinen Tiere gezüchtet. Mit über 4000 Züchtern hat sich Oberösterreich zum Spitzenreiter unter den österreichischen Bundesländern entwickelt.
Adolf Gahleitner – vielfacher Preisträger
Unzählige Auszeichnungen auf dem Gebiet der Taubenzucht hat der Hofkirchner Adolf Gahleitner aus Falkenstein in seiner Laufbahn als Kleintierzüchter schon erworben. „Aber diese Erfolge stellen sich nicht auf Bestellung ein“, erzählt der jung gebliebene 60er. Adolf Gahleitner hat schon als Schulkind mit der Taubenzucht begonnen. Zu Hause am elterlichen Bauernhof in Leiten, angespornt durch die einschlägigen Erfahrungen seines Großvaters, beschäftigte er sich in seiner spärlichen Freizeit mit seinen Tieren. Er tauschte mit anderen Taubenhaltern Einzeltiere aus und fuhr sogar schon zu dieser Zeit oftmals nach Haslach, um auf dem dortigen Kleintiermarkt Tauschgeschäfte durchzuführen und seine eigenen Zuchterfolge zu präsentieren.
Spezialisierung ist notwendig um erfolgreich zu sein
Adolf Gahleitner züchtet ausschließlich die Taubenrasse „Schlesische Kröpfer“. Diese Tiere zeichnen sich neben ihrem prächtigen Federkleid und dem ästhetisch proportionierten Körperbau besonders durch ihren birnenförmigen groß aufgeblasenen Kropf, dem sogenannten Blaswerk, aus.
Wer Erfolg haben will muß viel dafür arbeiten
Die heutigen Taubenarten sind schon so hoch gezüchtet, daß sie besonders anfällig gegenüber allen möglichen Krankheitserregern sind. Daher gilt Reinlichkeit und Sauberkeit bei der Arbeit mit den Tauben als oberstes Gebot für Adolf Gahleitner. Täglich um halb fünf Uhr morgens noch vor der Fahrt zum Arbeitsplatz in Bayern kümmert sich der fleißige Taubenzüchter um seine gefiederten Freunde. Zuerst wird der ganze Taubenstall von Kot, Federn und Schmutz gesäubert, dann die Tiere mit Futter und Wasser versorgt. Am Abend beginnt diese Arbeit jeden Tag von vorne. „Diese tägliche Stallsäuberung bildet den grundlegenden Schutz meiner Tiere vor Krankheitserregern“, erklärt Adolf Gahleitner.
Die wichtigsten Zuchterfolge von Adolf Gahleitner
3-facher Bundes-Rassesieger
2-facher Bundesmeister
O.Ö. Landesmeister
Vereinsmeister
Europameisterschafts-Zweiter im Farbenschlag blaugehämmert
Die mögliche Höchstbewertung bei den Tierschauen beträgt 97 Punkte. Unter 92 Punkten haben die Schützlinge von Adolf Gahleitner noch kaum abgeschnitten, diese Punktezahl bedeutet schon einen Ersten Rang. Sehr oft lag der Punkteerfolg aber in der Nähe des Höchstmöglichen, daher auch die zahlreichen Meistertitel.
Heuer findet die Vereinstierschau des Kleintierzüchtervereines Rottenegg am 26. und 27. Oktober im Vereinshaus Rottenegg statt. Schwerpunkt ist dabei eine Sonderschau der Schlesischen Kröpfer, der Spezialität von Adolf Gahleitner. Die Siegerehrung findet am Sonntag, dem 27. Oktober um 15 Uhr im Fereinshaus des Kleintierzüchtervereines statt. Adolf Gahleitner und seine Vereinskollegen freuen sich sehr über jeden einzelnen Besucher.