Natürlich war auch im Sport 1999 einiges los: Was das letzte Jahr dieses Jahrtausends so alles zu bieten hatte,
haben wir für Sie aufgelistet - schön alphapetisch von A bis Z. Der Rückblick entbehrt natürlich jeder
Vollständigkeit und ist eine subjektive Bestandsaufnahme aus der Sicht unserer Sportredaktion.
Von Bernhard Haudum
Aigner Peter: Der langjährige Sektionsleiter der Ki-cker der Union Rohrbach/Berg nahm heuer den Hut und widmet sich nun
ganz seiner Familie, seinem Beruf und der Tätigkeit als Vorstandsmitglied des OÖ. Fußballverbandes. Aigner gilt als einer
der Väter des Rohrbacher Fußballwunders und führte die Balltreter aus der Bezirksstadt von der 1. Klasse bis in die
Regionalliga Mitte.
Baumann Sandra: Das Laufass aus Ottensheim stürmte heuer mitten in die österreichische Cross-Country- und
Mittelstrecken-Elite. In heimischen Gefilden sowieso de facto unschlagbar, gelang es ihr - obwohl eine reine
Amateursportlerin - zur absoluten Spitze aufzuschließen, für das Jahr 2000 ist ein weiterer Sprung nach vorne zu erwarten.
Champion des Jahres: Der Aigener Langläufer Christian Hoffmann versetzte mit seinem Jahrhundertsprint bei den
nordischen Weltmeisterschaften in der Ramsau nicht nur die internationale, sondern auch die heimische Sportwelt in
Verzückung. Die Staffel-Goldmedaille wurde stürmisch gefeiert, Hoffi ist inzwischen nicht nur zweifacher oö. Sportler des
Jahres, sondern auch Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde.
Der Rücktritt des Jahres: Rallyecross-Champion Alois Höller nahm nach zehn Jahren im internationalen Motorsport den Hut.
Der Lancia-Pilot fuhr in diesem Jahrzehnt statistisch gesehen jedes Jahr einen nationalen oder internationalen Titel ein und
ist damit der mit Abstand erfolgreichste Mühlviertler Motorsportler der jüngeren Geschichte.
Eisschützen und Stocksportler: Waren auch heuer ein Aushängeschild des heimischen Sportgeschehens. Die Asse aus
Gramastetten, Walding, Niederwaldkirchen, Schweinbach und St. Peter/Wbg. zogen eine Reihe von Titeln an Land.
Daneben boomt der Stocksport als Freizeitvergnügen, nirgends gibt es so viele Hallen und Freiluftanlagen wie im
Mühlviertel.
Faustball: Das Obere Mühlviertel ist österreichweit die Hochburg dieser Sportart, mit Rohrbach, Arnreit, Ottensheim und
Zwettl/Rodl gibt es eine Reihe von erfolgreichen Vereinen. Dabei sind nicht nur Bundes- und Landesligatitel zu feiern, auch
international räumten die schlagkräftigen Damen und Herren 1999 kräftig ab.
Golf ist in: Der Nobelsport gewinnt immer mehr Freunde, die tollen Anlagen in Ulrichsberg und in Feldkirchen verfehlen ihre
Wirkung nicht. Die heimische Golferszene ist inzwischen dem Nimbus als Freizeitvergnügen für wenige Reiche längst
entwachsen und kann mit respektablen sportlichen Leistungen aufwarten.
Höhenflüge im regionalen Fußballgeschehen: Neben der Union Rohrbach/Berg in der 1. Landesliga zählen der SV
Gallneukirchen in der 2. Landesliga und die Union Vorderweißenbach in der Bezirksliga Nord zu den Aushängeschildern im
heimischen Unterhaus. Während Rohrbach und Galli in ihren Ligen im gesicherten Mittelfeld zu finden sind, hat
Vorderweißenbach als Zweiter der Herbstmeisterschaft noch alle Chancen auf den Titel.
Indoor-Kart: Wird auch in unserer Region immer beliebter. Hochburg ist Feldkirchen an der Donau, wo der MSC New
Generation sogar eine eigene Meisterschaft ausfährt.
Judo: Auch wenn UJZ Mühlviertel aus finanziellen Gründen kleinere Brötchen backen muss, sind die heimischen Judokas
immer noch Spitzenklasse. Die tolle Nachwuchsarbeit trägt Früchte, ein neuer Pepi Reiter ist im Moment allerdings trotzdem
nicht in Sicht.
Kinder an die Macht: Der Sport 2000 Mühlviertler Hallen-Nachwuchscup in Rohrbach und die Turniere in Bad Leonfelden
bieten dem Fußball-Nachwuchs in unserer Region auch im Winter ein umfassendes Betätigungsfeld, das viele kleine
Rastellis mit Begeisterung aufnehmen.
Laufsportler der Sonderklasse: Neben der bereits erwähnten Sandra Baumann ließen heuer eine ganze Reihe von
heimischen Lauf-Assen aufhorchen und räumten dutzende Siege ab. Herausragend dabei die Springer-Dynastie aus
Oepping, die auch 1999 das Bild vieler Ergebnislisten prägte.
Mehlem Michael: Gallneukirchner Fußballprofi mit einem Profiengagement beim LASK. Erkämpfte sich heuer bei den Linzer
Athletikern nicht nur einen Fixplatz, sondern zählt als Mitglied der jungen Garde des Traditionsklubs auch zu den großen
Hoffnungsträgern für die Zukunft.
Niedersüss Peter: Rühriger Sporthauschef aus Rohrbach, der sich mit zahlreichen Aktivitäten über die Region hinaus einen
Namen gemacht hat. Verlässlicher Partner des BEZIRKSMAGAZIN bei verschiedenen Aktionen (Topspiel der Runde,
Stockschützencup, Sportlerwahl,...).
Oberwasser hatte heuer der Altenfeldner Fußballprofi Helmut Zeller: Der in den Diensten des SV Josko Ried stehende
Mühlviertler spielte sich mit starken Leistungen ins Rampenlicht und macht gemeinsam mit seinen Kollegen den Großklubs
aus Wien und den Landeshauptstädten das Leben schwer.
Power bewies heuer der Schwarzenberger Autorennfahrer Franz Wöss: Neben seinem Engagement als Formel 3-
Teamchef und Fahrer managte er als Promotor auch den Austria Formel 3-Cup und bereitete für das Jahr 2000 sein
Interserie-Debüt in einem Formel 1-Boliden vor.
Querfeldein erfolgreich: Der Waldinger Erwin Hammerschmid ist im Rad-Querfeldein-Sport eine Klasse für sich, zuletzt ließ
der für das Parkpre Team Mazda Eder startende Mühlviertler mit absoluten Topplatzierungen aufhorchen.
Radsportler des Jahres ist in unserer Region der Feldkirchner Peter Pichler: Der Exekutivbeamte zählte auch 1999 zu den
österreichischen Elitefahrern und holte eine ganze Reihe von Siegen und Spitzenplätzen. Auch privat ist Pichler das Glück
hold, vor wenigen Monaten lief der Spitzensportler in den Hafen der Ehe ein.
Schwerer Verlust für die heimische Sportwelt: Zu Beginn des Jahres verunglückte Langlauf-Ass Alois “Blacky" Schwarz bei
einem Verkehrsunfall auf der Westautobahn tödlich. Seine Gattin und seine Kinder überlebten den Unfall mit schweren
Verletzungen. Zum Gedenken an Blacky gibt es inzwischen eine eigene Stiftung, aus der in Not geratenen Familien
nordischer Sportler geholfen wird.
Topspiel der Runde: Eine gemeinsame Aktion von BEZIRKSMAGAZIN, Sport 2000 Niedersüss und UMBRO, die im
Fußballunterhaus inzwischen einen hohen Stellenwert besitzt. Auch im Jahr 2000 werden wir wieder auf den heimischen
Fußballplätzen präsent sein und in Wort und Bild ausführlich über die Spitzenspiele in der Region berichten.
UMBRO- Gebietsreprä-sentant Willi Grims ist bei dieser Aktion ebenso ein engagierter Partner wie bei vielen anderen
Fußballaktivitäten in der Region. Der rührige Rohrbacher wird sein Know-how im kommenden Jahr nach einer mehrjährigen
Pause auch den Kickern der Union Rohrbach/Berg wieder zur Verfügung stellen.
Volleyball-Hochburg Bad Leonfelden: Die Ballkünstler aus dem Kurmarkt sind österreichweit Spitze und bieten Teams mit
deutlich besseren finanziellen Möglichkeiten Paroli. Grundstein für die Erfolge sind Teamgeist und Kameradschaft, für die
“Chef" Mag. Günther Dollhäubl ebenso sorgt wie für das technische Rüstzeug.
Wassersport-Hochburg Gallneukirchen: Traditionell sind die Schwimmerinnen und Schwimmer aus dem Gusenmarkt klar
die Nummer 1 im Mühlviertel, auch 1999 feierten Auer & Co. wieder eine ganze Reihe toller Erfolge.
XXL: Gefragter Ausdruck in der Sport- und Modewelt, ein zum regionalen Sport passender Begriff mit X als
Anfangsbuchstaben ist dem Autor beim besten Willen nicht eingefallen.
Y2K-Problem: Könnte auch die Sportwelt treffen, ältere Zeitnehmungen, Matchuhren und Computer könnten den Dienst
versagen. Wer noch nicht vorgesorgt hat, sollte rasch aktiv werden, sonst könnte es endgültig zu spät sein.
Zweiersturm der Extraklasse: Je zwölf Tore erzielten in der vergangenen Saison die Stürmer der Union Vorderweißenbach
in der Bezirksliga Nord: Petr Zyka traf ebenso ein dutzend Mal wie Thomas Dollhäubl. Das Duo bildet damit eine der
torgefährlichsten Angriffslinien im gesamten Fußball-Unterhaus unserer Region.