HOFKIRCHEN: Neben der FERDINAND RICHTER GMBH gehört seit 2001 auch der deutsche Kinderschuhproduzent JELA zur YOUNG FOOTWEAR GROUP. In Umsetzung der Unternehmensvision “Walkin´ to a new horizon” versteht sich die YOUNG FOOTWEAR GROUP als trendorientierter Anbieter von Kinder- und Jugendschuhen mit einem breiten Zusatzsortiment an Accessoires. Mittelfristig will sich die YOUNG FOOTWEAR GROUP unter den Top 3 der Kinderschuherzeuger in Europa etablieren und dafür einen Konsequenten Wachstumsweg beschreiten.
Young Footwear Group zwei Marken: Richter und Jela
Zur optimalen Umsetzung der Marktstrategie und zur Nutzung von Synergien, besonders im Umfeld Einkauf, technische Modellierung und Fertigung wird die YOUNG FOOTWEAR GROUP in Form zweier unabhängiger Markeneinheiten (RICHTER und JELA) und einer gemeinsamen Produktionsunternehmung organisiert. Die beiden rechtlich selbständigen Markeneinheiten – RICHTER in Leonding und JELA in Kleve (Deutschland) – sind dabei als Schnittstellen gegenüber den Kunden aktiv und tragen die Verantwortung für den Marktgerfolg der Produkte.
Standort Hofkirchen wird Schuh-Kompetenz-Center
Den umfassenden Prozess der Herstellung der Produkte koordiniert und leitet in Zukunft der RICHTER-Standort in Hofkirchen i.M., der zu einem europäischen Kompetenz-Center für die Kinderschuhproduktion umgewandelt wird. Zusätzlich zur traditionellen Fertigung, die im Zuge dieser Entwicklung auf eine Produktionseinheit konzentriert wird, sollen an diesem Standort Forschung & Entwicklung, Design und technische Umsetzung angesiedelt werden. Mit dieser Entscheidung wird der Standort Hofkirchen entscheidend aufgewertet und langfristig gesichert. Die Konzentration des Entwicklungs- und Produktions-Knowhows beider Marken an einem Standort schafft eine Basis für die zukünftige Expansionspolitik der Firmengruppe. Die Geschäftsführung dieser Unit übernimmt Peter-Johannes Sixt.
Erweiterter Verladebereich in Bau
Im Zuge der Aufgabenerweiterung des seit 30 Jahren bestehenden Standortes wird das Produktionsgebäude für eine optimale Logistik des integrierten Zentrallagers baulich adaptiert.
Weiters plant die Ferdinand Richter GmbH die Errichtung eines Bürogebäudes mit bis zu 1500 m2 Nutzfläche für mehr als 25 Arbeitsplätze. Für diese Betriebserweiterung soll laut Beschluss des Gemeinderates die im Vorjahr neu überarbeitete Gewerbe- und Arbeitsplatzförderung für die neu geschaffenen Büro-Arbeitsplätze angewendet werden. Leider müssen im Produktionsbereich einige Arbeitsplätze ins Ausland verlegt werden. Diese Maßnahme ist auf Grund des internationalen Wettbewerbsdruckes notwendig, sagt die Firmenleitung.
Gemeinde Hofkirchen i.M. hilft mit, Arbeitsplätze zu sichern
Die Marktgemeinde Hofkirchen i.M. trägt durch die Gewährung einer ansehnlichen Gewerbe- und Arbeitsplatzförderung sehr wesentlich mit dazu bei, dass der Weiterbestand der Ferdinand Richter GmbH in Hofkirchen i.M. durch die Ansiedelung ihres Verwaltungs- und Technologiebereiches für viele Jahre gefestigt wird. Dadurch bleiben in Hofkirchen i.M. auch die allermeisten bisherigen Arbeitsplätze innerhalb der Schuherzeugung erhalten. Es ist geplant, die kaufmännische Verwaltung von Linz, wo die Firma derzeit nur eingemietet ist und vom bestehenden Betriebsstandort in der Bundesrepublik Deutschland nach Hofkirchen zu verlegen. Die Schuhproduktion selbst wurde zum Großteil bereits ins Ausland ausgelagert, in Hofkirchen werden im wesentlichen die Muster für die Schuhe genäht und die im Ausland produzierten Schuhe teilweise verpackt, verladen und versendet.
Derzeit beschäftigt die Firma Richter Schuhe in Hofkirchen als größter Arbeitgeber in der Gemeinde rund 85 Arbeitnehmer. Mit der Ansiedelung des Verwaltungs- und Technologiebereiches werden wieder über 100 Personen eine Beschäftigung finden. Ein weiterer Ausbau über diese geschilderten Erweiterungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen hinaus wird grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Für die Gemeinde Hofkirchen i.M. und darüber hinaus für die gesamte Region ist die Festigung des örtlichen Betriebsstandortes der Ferdinand Richter GmbH von enorm wichtiger Bedeutung. Eine Absiedelung würde eine Katastrophe für unzählige Familien und besonders auch für die Marktgemeinde Hofkirchen i.M. bedeuten.