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Pfarrkirchnerin erfolgreich bei EM mit Vollblut-Araberpferd

Gabi Lindorfer platzierte sich bei der Europameisterschaft in Holland auf den vordersten Plätzen.


Foto: Karl Lindorfer
PFARRKIRCHEN: Ende Oktober fand im holländischen Städtchen Deurne die 1.Europameisterschaft für Vollblut-Araberpferde statt. Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Belgien, Holland, Schweiz, Niederlande, Amerika, etc. waren angetreten, um den EM-Titel zu gewinnen.

Als eine von 15 österreichischen TeilnehmerInnen hatte sich auch die Pfarrkirchnerin Gabi Lindorfer mit ihrem 7-jährigen Wallach Hag-Viento qualifiziert.

Grundsätzlich waren nur Starts in Westernreit-Bewerben vorgesehen, aber um in der EM-Gesamtwertung aufzuscheinen, mussten auch andere Bewerbe (Speed, Liberty, Nativ)geritten werden.

In den sogenannten A-Level – Bewerben, die nicht zur EM sondern zur nationalen, holländischen Meisterschaft zählten (Starterfeld war aber mit den EM-Bewerben beinahe identisch), konnte sie den hervorragenden Titel „Allround-Champion“ (1.Platz) gewinnen. Sie belegt somit den Staatsmeistertitel der Niederlande im Westernreiten auf Vollblutaraber.

In der EM-Einzelwertung erreichte sie im Einzelbewerb „Trail“ den guten 3. Platz.

In der EM-Gesamtwertung, zu der die Einzelbewerbe Trail, Reining, Speed, Liberty, Nativ und Horsemanship zählen, erreichte sie den etwas undankbaren 4. Platz.

Auch die Einzelergebnisse sind beachtlich, bei 16 Starts (Einzelbewerbe) erreichte sie 12 Platzierungen, das sind die Ränge 1-5.

Die erreichten Wertungen muss man allerdings aus einer etwas differenzierten Sichtweise betrachten. Bei dieser EM gab es keine getrennten Wertungen für Amateure und Profis. Am Start waren aber fast ausschließlich Profis, im Western-Reitsport sind dies meistens hauptberufliche Pferdetrainer und diese belegten überwiegend auch die ersten Plätze.

Bedingt durch diesen Mix kann man die erreichten Plätze als ausgezeichnet bewerten, da die Profis naturgemäß völlig andere Trainingsbedingungen haben. Sie können unter einer meist großen Auswahl von Pferden sich das jeweils beste für die einzelnen Disziplinen aussuchen (einige Teilnehmer hatten bis zu 3 Pferde mitgenommen). Zudem stehen ihnen zum trainieren ausgezeichnete Reitanlagen mit Hallen etc. zur Verfügung.

Besonders erfreulich auch für Österreich ist, dass die mit großem Abstand beste der vertretenen Nationen die österreichische Mann(Frau)schaft war.

 

Quelle: Karl Lindorfer, erschienen am 3.12.2002
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