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Wildpark Altenfelden wird privatisiert

Spektakuläre Privatisierung im Oberen Mühlviertel: Auf Initiative von Wirtschafts-Landesrat LHStv. Dr. Christoph Leitl bekommt der Wildpark Altenfelden ab dem 1.1.2000 neue Eigentümer. Der bisher für die Führung verantwortliche Verein wird von einer Betriebs-Gesellschaft abgelöst, in der der bisherige Wildpark-Leiter Hermann Laher als neuer Chef das Sagen haben wird.
Von Bernhard Haudum

ALTENFELDEN. In einem Exklusiv-Gespräch mit dem BEZIRKSMAGAZIN stellte Dr. Christoph Leitl vorige Woche das Privatisierungsmodell für den Wildpark vor: Eine Betriebs-Gesellschaft mit Hermann Laher als Mehrheitseigentümer übernimmt ab 1.1.2000 die Verantwortung für den Park. Grund und Boden bleibt dabei weiter im Eigentum des Landes Oberösterreich, dafür und für die Gebäude zahlt der neue Betreiber eine Anerkennungspacht. Der Tierbestand geht gegen eine entsprechende Ablöse komplett in das Eigentum der neuen Gesellschaft über.

"Meilenstein für den Wildpark Altenfelden"

Die gemeinsam mit dem Wildpark-Vorstand in einem Gipfelgespräch vor wenigen Tagen fixierte Privatisierungs-Lösung bezeichnet Leitl als "Meilenstein in der Geschichte des Wildparkes Altenfelden." "Der Wildpark ist für die Region, aber auch für das gesamte Mühlviertel touristisch enorm wichtig. Mit der jetzigen Vereinbarung haben wir eine Lösung gefunden, die einerseits den Bestand langfristig sichert, andererseits den Park aber finanziell vom Land unabhängig macht. Wir brauchen nicht Unternehmer zu spielen, das können Private viel besser" freut sich der Wirtschafts-Landesrat.

Wildpark-Verein hat seinen Zweck erfüllt

Auch der Obmann des Wildpark-Vereines, Dr. Gerhard Schröckmayr aus Neufelden, zeigt sich mit der Privatisierungslösung zufrieden: "Mit Hermann Laher bekommt der Wildpark einen hervorragenden neuen Chef, der schon in den vergangenen Jahren excellente Arbeit geleistet hat. Der Wildparkverein mit mir als Obmann hat seinen Zweck erfüllt, wir werden den Verein daher demnächst auflösen" betont der bisherige Boss des Altenfeldner Tierreservates.

 

Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 20.10.1999
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