HOFKIRCHEN (APA) - Der oberösterreichische Kinderschuhproduzent Richter eröffnete am Freitag in Hofkirchen im Mühlkreis (Bez. Rohrbach) sein neues Kompetenzzentrum. In das Gebäude, in dem "serienreife Produkte" entwickelt werden, und in ein erweitertes Logistikcenter seien 863.000 Euro investiert worden, berichtete Firmeneigentümer Georg Kapsch in einer Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung.
In drei Monaten Bauzeit errichtet, biete die "Denkfabrik" (Kapsch) auf 850 Quadratmetern Platz für 35 Mitarbeiter. Man habe sich einerseits aus emotionalen Gründen für Hofkirchen entschieden, so Kapsch: "Die Alternative wäre gewesen, den Standort zu schließen." Andererseits verfüge man in Oberösterreich über "hoch qualifizierte Mitarbeiter", so der Eigentümer zu den rationalen Beweggründen. Kapsch sieht in der weiter angespannten Konjunkturlage auch eine Chance: "Wir investieren antizyklisch - jetzt, wo andere nicht investieren."
Der Richter-Eigentümer bekräftigte erneut das Ziel, mit der Shoe&Shirt Group - ihr gehören Richter und der deutsche Produzent Jela an - in zwei bis drei Jahren unter den Top drei der europäischen Kinderschuhhersteller zu landen. Mit jährlich 2,1 Millionen produzierten Paar Schuhen (2002) liege man "zwischen Platz fünf und sechs", so Geschäftsführer Alf Netek: "Wir sind nicht unglücklich, wenn wir zwei Saisonen länger brauchen, das Ziel zu erreichen." Das Unternehmen wolle organisch wachsen, erklärte Netek.
Im Geschäftsjahr 2002 erwirtschaftete die Shoe&Shirt Group mit rund 800 Mitarbeitern einen Bruttoumsatz von 41,6 Mio. Euro, 57 Prozent davon entfielen auf Richter. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Gruppenumsatz bei einer Produktionssteigerung auf 2,5 Millionen Paar Schuhe um 6,5 Prozent wachsen, kündigte Netek an.
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