HOFKIRCHEN: Männer ohne Nerven! In der gleichnamigen TV-Serie könnte Manfred Hintringer auf der Stelle die Hauptrolle übernehmen. Denn bei der (irregulären) Lift-Wasserski-EM in Lublin (Polen) war der MYC-Nibelungen-Linz-Athlet der erste, der sich über die Schanze wagte – die Basis zu seinem achten Titel.
Heftiger Wind und über ein Meter hohe Wellen machten die EM zum Hasardspiel. „Ich wäre sicher nicht gestartet. Nicht für „nur“ eine Medaille“, schüttelte Teamchef Puritscher den Kopf. Aber Manfred Hintringer verkündete der Jury, die ebenfalls an Absage dachte: „Wir springen!“ Und wie er „flog“. Die 49,70 m im allerersten Satz ließen die Konkurrenz erschaudern, dann verbesserte er sich auf 58,10 m. Damit distanzierte er alle Rivalen um über fünf Meter! Noch beeindruckender: Manfreds „Gold-Flug“ war erst sein 18. Saisonsprung. „Ich musste ja Kräfte sparen, hatte nach meiner Sprunggelenks-Operation im Februar immer wieder große Schmerzen“, so der 39-jährige, der sich mit Trockentraining und Standweitsprüngen fit hielt. „Wichtig ist die Technik des Anschleuderns. Das hab ich Hunderte Mal am Baggersee getestet“, so Hintringer. Ein herzlicher Glückwunsch an den Hofkirchner Modellathleten, der nächstes Jahr bei der Weltmeisterschaft, die möglicherweise in Orlando, USA, stattfinden wird, unbedingt nocheinmal Gold holen will!