Ein Landwirt mit Leib und Seele ist der nächste Ortschef unserer Serie "Bürgermeister im Gespräch". Karl Mayrhofer steht seit
1992 der Gemeinde Berg vor und ist mit "diesen beiden Jobs völlig ausgelastet"
BERG. Der Einstieg in die Politik sei für ihn "völlig überraschend gewesen", erzählt Mayrhofer im Gespräch mit dem
BEZIRKSMAGAZIN. Erst nach langen Diskussionen habe er sich bereit erklärt, dieses schwierige Amt zu übernehmen. "Zu später
Stunde habe ich dann 'Ja' gesagt", schmunzelt er. Heute übe er diese Funktion aber sehr gerne aus. "Ich habe sehr viele Erfahrungen
sammeln können, die ich sonst sicher nicht gemacht hätte. Man lernt die Leute sehr gut kennen und man muss außerdem lernen, sich
einzustellen." Auch für Gattin Veronika sei es nicht einfach gewesen, plötzlich so viel alleine am Hof zu arbeiten. "Inzwischen ist aber
einer meiner Söhne zu Hause und arbeitet in der Landwirtschaft mit", ist Mayrhofer, der Landwirt mit Leib und Seele, froh, dass der
Erbhof auch in der nächsten Generation weitergeführt wird.
Zusammenarbeit und Vertrauen wichtig
In seiner politischen Tätigkeit ist ihm eine gute Vertrauensbasis und Zusammenarbeit sehr wichtig. "Man kann sich keine Alleingänge
leisten, nur durch ein Miteinanderreden und Ausdiskutieren kann man gute Arbeit leisten", beschreibt der ÖVP-Politiker seine
Philosophie, die natürlich auch für sein privates Handeln gelte. Wenn er etwas Zeit erübrigen kann, verbringt er diese mit den drei "fast
erwachsenen Söhnen" und natürlich seiner Gattin. Erst in der Pension will er sich wieder mehr seiner kleinen Leidenschaft, dem
Eisstockschießen, widmen.