Der Mensch im Mittelpunkt: Das ist nicht nur das Leitbild der Gemeinde Kleinzell, sondern auch die ganz
persönliche Lebensdevise des Kleinzeller Ortschefs Josef Höglinger, den wir als nächsten in unserer Serie
"Bürgermeister im Gespräch" vorstellen.
KLEINZELL. "Wenn ich noch einmal auf die Welt käme, würde ich wahrscheinlich wieder Landwirt", erklärt Bürgermeister
Josef Höglinger und gibt damit gleich einen eindeutigen Hinweis auf seinen eigentlichen Brotberuf. Ob er das
Bürgermeisteramt aber noch mal ausüben würde - da ist er sich nicht ganz so sicher. "Mit Menschen möchte ich aber auf
jeden Fall wieder arbeiten, ob als Bürgermeister oder in anderer Form", denn Menschen sind ihm sehr wichtig. Dies zeigt
alleine die Tatsache, dass er den heiligen Sonntagvormittag - für die meisten ein fixer Stammtischtermin - zu seinem
Sprechtag gemacht hat: "An einem Sonntag haben die meisten Leute Zeit, auch jene, die unter der Woche beruflich
unterwegs sind", erklärt Höglinger. Die Gemütlichkeit komme trotzdem nicht zu kurz, denn als konsequenter
Frühmesse-Besucher stehe er bald auf und habe so, vor und nach der Sprechstunde , etwas Zeit am Stammtisch
dabeizusein.
Gute Wohn- und Lebensqualität schaffen
In der Gemeindearbeit hat Höglinger, der seit 1986 Ortschef der 1400-Seelen-Gemeinde ist, die Schaffung einer guten
Wohn- und Lebensqualität für "seine" Bürger als vorrangiges Ziel. Die kürzlich abgeschlossene Schulsanierung, die
Fertigstellung des Musikproberaums oder der Ankauf des neuen Feuerwehrautos - "darüber freue ich mich besonders" -
sind für den ÖVP-Politiker weitere Schritte in diese Richtung. Geht er in der Gemeindearbeit Schritt für Schritt vor, so tritt der
fünffache Familienvater und dreifache Opa privat lieber in die Pedale. Mit Gattin Rosa macht er im Sommer begeistert
Ausflüge auf dem Radl. "Im Winter gehe ich gerne Eisschießen, aber das war heuer leider noch nicht allzuoft möglich", so
der 62-Jährige.