Erfolg für oö.Temelin-Mission

Erstmals wurden Sicherheitsstandards definiert
LINZ. Eine Reihe von politischen Gesprächen zu den Themen nukleare Sicherheit, Energie und Ökonomie in
Zusammenhang mit dem Atomkraftwerk Temelin stand vergangene Woche auf dem Programm, als eine oberösterreichische
Delegation unter der Leitung von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer (Bildmitte mit Landesrätin Ursula Haubner und
LAbg. Mag. Otto Gumpinger) nach Brüssel reiste. Dabei legte die Delegation nochmals klar die Position Oberösterreichs zur
EU-Erweiterung und die massiven Bedenken gegen das AKW Temelin dar. EU-Kommissar Günter Verheugen stand den
Argumenten sehr offen gegenüber, den europäischen Sicherheitsstandard für Atomkraftwerke definierte er als "den jeweils
aktuell erreichbaren Stand der Technik". Damit gibt es erstmals eine Definition von Seiten der EU-Kommission, die für
Oberösterreich akzeptabel ist. Weiters sagte Verheugen zu, die wirtschaftlichen Argumente gegen Temelin sofort genau
prüfen zu lassen. LH Pühringer: "Alle Gespräche waren wichtige Mosaiksteine im Lobbying der Landespolitik gegen
Temelin. Als nächsten Schritt werden wir einen Vorstoß bei der neuen Bundesregierung unternehmen."
Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 17.2.2000
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