Große Pläne schmiedet zur Zeit der Umweltausschuss der Gemeinde Lembach mit Obmann Wilhelm Hopfner an
der Spitze: Auf einem ein Hektar großen Gemeindegrundstück soll nämlich eine Siedlung entstehen, die ganz nach
ökologischen Grundsätzen ausgerichtet ist.
LEMBACH. Ein Modell und der Bebauungsplan für diese Öko-Siedlung existieren bereits, mit der tatsächlichen Realisierung
soll voraussichtlich im Frühjahr 2001 begonnen werden. Bereits fix sind außerdem die Bedingungen, die die Gemeinde an
die zukünftigen Bauherren stellt, damit das kleine Dorf wirklich ökologischen Grundsätzen entspricht. "Wir haben bereits bei
der Planung auf eine sonnenorientierte Bebauung geachtet", erklärt Wilhelm Hopfner. So werden die Häuser nicht parallel
zum Hang entstehen, sondern nach Süden ausgerichtet. Für die Errichtung der 100 m2 großen, eingeschossigen Gebäude
(mit ausgebautem Dachgeschoss) dürfen ausschließlich natürliche bzw. naturnahe Baustoffe verwendet werden. Hopfner:
"Wir werden dafür eine Vorschlagliste zusammenstellen, die in unser Konzept passt." Die Wärmeversorgung der
Niedrigenergiehäuser wird mittels einer gemeinsamen Hackschnitzelheizanlage mit Solaranlage erfolgen. In Diskussion steht
aber auch eine große Biomasse-Heizanlage. Zusätzliches Warmwasser wird in den Sommermonaten mittels Solaranlage
aufbereitet, außerdem soll das Regenwasser für WC-Spülung oder die Gartenbewässerung genutzt werden. Einige Kriterien
müssen auch bei der Gartengestaltung beachtet werden: So sollen etwa standortgerechte, heimische Laubbäume,
bevorzugt Obstbäume, gepflanzt werden.
Präsentation des Projektes voraussichtlich im April
Wilhelm Hopfner zeigt sich trotz dieser Vorgaben zuversichtlich, Interessenten für die Öko-Siedlung zu finden: "Wer
ökologisch bauen will, für den sind solche Maßnahmen ohnehin selbstverständlich. Und die Kosten sind nicht höher, als bei
normalen Bauten", meint der Lembacher. Zudem gibt es nicht nur von Seiten des Landes Förderungen für eine
umweltfreundliche Bauweise. Auch die Gemeinde selbst, die den Grund um etwa 300 S/m2 anbietet, wird die zukünftigen
Bewohner des Bio-Dorfes finanziell unterstützen. Entstehen soll das Ganze in der Nähe des Skiliftes, etwa 500 Meter vom
Ortskern entfernt, voraussichtlich im April wird das Projekt der Gemeindebevölkerung vorgestellt.