Vorhaben auch zu Ende zu führen - das ist die Devise von Franz Saxinger, der seit 1996 der Grenzgemeinde
Kollerschlag vorsteht. Für die Serie "Bürgermeister im Gespräch" opferte er eine Stunde seiner eng bemessenen
Zeit.
KOLLERSCHLAG. Länderverbindend, wie es sich für einen Grenzbürgermeister gehört, ist Franz Saxinger mit einer echten
"Bayerin" verheiratet. "Ich hab sie sozusagen aus Wegscheid importiert", schmunzelt der 45-Jährige. Mit Gattin Anneliese
hat er zwei Söhne - "für die ich aber oft zu wenig Zeit habe", erzählt Saxinger. Kein Wunder: Als vollbeschäftigter Lehrer
unterrichtet er Deutsch, Geschichte und Sport. Als Bürgermeister versucht er vor allem zukunftsorientiert und innovativ für
seine Gemeinde "etwas weiterzubringen". Dieser Wunsch war bereits in den 70er Jahren Motor für seine politische Tätigkeit
als JVP-Obmann. Von da an erklomm er Stufe für Stufe die kommunalpolitische Karriereleiter, um 1996 schließlich als
Bürgermeister die Geschicke seiner Heimatgemeinde zu übernehmen.
Bei Amtsantritt viel vorgenommen
Beim Amtsantritt habe er sich viel vorgenommen "das alles wird sich aber innerhalb einer Periode nicht ausgehen", weiß
Saxinger schon jetzt.
Darum sei er einer weiteren auch nicht abgeneigt, "denn was ich mir vorgenommen habe, möchte ich auch fertig bringen".
Da wäre vor allem die Erneuerung der Wasserversorgungsanlage, ein neues Amtshaus, die Schulsanierung, das große
Thema Forcierung der Betriebsansiedelung und verschiedene kleinere und größere Projekte. Beweise für seinen
Ideenreichtum liefert Franz Saxinger immer wieder: Als JVP-Obmann gründete er die heute noch bestehende
Gemeindezeitung, die erst kürzlich den "Gemeindezeitungsoskar" erhielt. Auch das 1997 entstandene "größte Gruppenfoto
der Welt", auf dem 859 Kollerschlager ihr Konterfei ablichten ließen, geht auf das Ideenkonto von Bürgermeister Saxinger.
Bleibt bei soviel Einsatz noch etwas Zeit, spielt er Tennis - und das höchst erfolgreich: Bereits zum vierten Mal darf er sich
mit seinem Partner Doppel-Vereinsmeister nennen und einem "kleinen Kickerl" in der Halle ist der sportliche Bürgermeister
sowieso nicht abgeneigt.