Defibrillation - Ein Impuls zum Überleben: Unter diesem Motto startet das oberösterreichische Rote Kreuz in
Zusammenarbeit mit den heimischen Medien eine Aktion, um alle 227 Rettungswägen unseres Bundeslandes mit
einem Defibrillator ausstatten zu können.
BEZIRKE URFAHR UND ROHRBACH. "Bei 85 Prozent aller Herzstillstände geht ein Kammerflimmern voraus. Deshalb sind
Defibrillatoren immens wichtig, um noch mehr Patienten im Notfall das Leben retten zu können", erklärt Urfahrs
RK-Bezirkssekretär Ing. Horst Hofbauer. Bisher mussten sich die Sanitäter im Notfall auf die Basisreanimation - Beatmung
und Herzmassage - beschränken, da die Durchführung der Defibrillation nur Ärzten vorbehalten war.
Um eine gut funktionierende Rettungskette gewährleisten zu können, darf nun auch optimal ausgebildetes Personal mittels
eines Defibrillators Erste Hilfe leisten. "Die Ausbildung wurde bereits vor Monaten gestartet und wird im Laufe des heurigen
Jahres abgeschlossen", weiß Hofbauer.
Herz wird mit 360 Joule auf Touren gebracht
Mittels eines Defibrillators wird das Herz mit einer Energie von 200 bis 360 Joule wieder "angeworfen", nachdem durch
Kammerflimmern kein Blut mehr in den Körper gepumpt werden kann. "Durch ein derartiges Gerät erhöhen sich die
Überlebenschancen des Patienten um 40 Prozent", so der Bezirkssekretär weiter. Ohne gezielte Maßnahme verringere sich
die Überlebenschance pro Minute um zehn Prozent.
Genug Defibrillatoren durch Firmen-Sponsoring
Medien und Rotes Kreuz rufen nun gemeinsam zu einem "Social Sponsoring" auf. Auf diese Weise sollen möglichst viele
Defibrillatoren (Kostenpunkt 26.364,50 S ohne Steuern) akquiriert werden. "Die Werbeaktivität der Sponsoren soll mit einem
eigenen Aufkleber am Rettungswagen symbolisiert werden", sagt Alfons Plank vom RK-Landesverband Oberösterreich. Info:
0732/7644-141.