er heurige Rekordwinter wird dem Land Oberösterreich Millionen kosten, genaue Zahlen können derzeit aber
noch nicht abgeschätzt werden. Bad Leonfeldens Straßenmeister Albert Mayer rechnet mit mehrstelligen
Millionenbeträgen, die heuer für Frostschäden und beschädigte Straßen ausgegeben werden müssen.
BEZIRKE URFAHR UND ROHRBACH. "Kosten- und schadensmäßig können wir heuer davon ausgehen, dass es ähnlich
schlimm kommen wird, wie vergangenes Jahr" so Mayer. Vor allem durch die eklatanten Temperaturunterschiede - tagsüber
plus zehn Grad, in der Nacht minus acht Grad - sei es entlang der heimischen Straßen zu zahlreichen Frostaufbrüchen
gekommen. "Der tägliche Wechsel zwischen Frost und Tau ist der Tod für die Straßen", weiß der Leonfeldner
Straßenmeister.
Hier wirke sich das einzig Negative der guten Straßenräumungen während des Winters aus: "Liegt Schnee auf den Straßen,
ist das für den Belag eine Art Dämmung. Ist diese weg, hat der Frost leichtes Spiel." Eine definitive Schadensfeststellung
erwartet Mayer aber erst für Ende März, Anfang April. In der Zwischenzeit sind die Straßenmeistereien in Bad Leonfelden,
Lembach und Ulrichsberg bemüht, die Schäden wieder zu beheben. Risse werden dabei ausgegossen, Teile der
Asphaltierung und des Schotters müssen aber erneuert werden. Insgesamt wird der durch den Frost entstandene Schaden
in die Millionen gehen. Aber nicht nur für das Mühlviertel rechnen Experten mit einer Verdoppelung der Kosten für Material
und Straßenschäden: Die Bezirke Urfahr und Rohrbach liegen damit im oberösterreichischen Landesdurchschnitt. In den
vergangenen Jahren wurden knapp 13.000 Tonnen Salz gestreut, in den letzten beiden Jahren kamen die
Straßenmeistereien weit über die 25.000 Tonnen-Grenze.