Einiges getan hat sich in der Gemeinde Helfenberg: Nach den zahlreichen Events im Vorjahr, geht es der
neugegründete Verein "Zeitgeister" nun wieder richtig an: Der Milleniums-Webstuhl beginnt Anfang April zu
sprechen, im Frühjahr wird der "Krautscheicha"-Wanderweg nach Haslach eröffnet.
HELFENBERG. Pünktlich um Null Uhr in der Silvesternacht tätigte der Webstuhl seinen ersten Schuss und fertigt in 100
Jahren einen 2,213 Kilometer langen Teppich. "Das Kupferschiffchen legt dabei etwa 900 Kilometer zurück, das entspricht
einer Strecke von Helfenberg nach Brüssel", sagt Peter Haudum, Mitinitiator des Milleniumswebstuhls. Fünf Minuten vor der
vollen Stunde "erwacht" das neue Helfenberger Wahrzeichen, drückt den letzten Schuss an das Gewebe an, schließt die
Längsfäden, bereitet die Kettfäden vor und knüpft pünktlich zur vollen Stunde ein neues Kapitel der traditionellen
Handwerkskunst. Mit einem Knalleffekt möchten die "Zeitgeister" - sie entstanden aus dem Tourismusverband - dieses
Wahrzeichen für die Besucher nun noch attraktiver machen. "Anfang April wird unser Webstuhl mit den Zuschauern zu reden
beginnen, sie begrüßen und ihnen dann die einzelnen Arbeitsschritte erklären", "warnt" Haudum vor. Mit ihrem Webstuhl
konnten die Helfenberger bereits den ersten landesweiten Erfolg verbuchen: Beim Wettbewerb "Milleniumsprojekte" der
Kulturabteilung des Landes Oberösterreich holten sich die Mühlviertler den ersten Platz.
Mit dem "Krautscheicha" (Vogelscheuchen)-Wanderweg haben die "Zeitgeister" nun ein zweites Großprojekt im Köcher.
Nach den Kultur-Zeitwanderwegen soll am 2. und 3. September ein knapp 12 Kilometer langer Wanderweg nach Haslach
eröffnet werden, bei dem man entlang der Steinernen Mühl von einer Vogelscheuche zur anderen (insgesamt 108) wandern
kann. Ausgangspunkte dafür werden je eine fünf Meter hohe Vogelscheuche in Helfenberg und Haslach sein.