Bereits im Alter von 17 Jahren übernahm Franz Rauscher, Ortschef von Neustift, seine erste leitende Funktion in
der Katholischen Jugend. Inzwischen hat er seinen Wirkungskreis ausgedehnt und ist seit 1991 Bürgermeister der
Mühlviertler Grenzgemeinde.
NEUSTIFT. Politik und diplomatisches Geschick hat er bereits in der Kinderstube gelernt: Als Mitglied einer Großfamilie
müssten die Interessen der einzelnen Familienmitglieder aufeinander abgestimmt werden, weiß Franz Rauscher. Beste
Voraussetzungen für eine regionalpolitische Karriere, die der gebürtige Neustifter mit verschiedenen Funktionen startete:
Leitung der Katholischen Jugend, Ortsbauernobmann, ÖVP-Obmann, Vorstand vom Mühlviertler Tourismusverband,
Bezirksparteivorstand und Obmann der Lagerhausgenossenschaft. "Ich habe all diese Aufgaben eigentlich nicht eingeplant,
vielleicht habe ich oft einfach nicht 'nein' gesagt", schmunzelt der hauptberufliche Landwirt. "Durch die verschiedenen
Aufgaben sieht man die Dinge nicht nur von einer Seite und es ergeben sich viele Synergien", erklärt Rauscher, der in der
Politik eine zusätzliche Herausforderung zu seinem Beruf sieht, denn "ich bin gerne selber aktiv, um etwas verändern zu
können". Schließlich müsse man gerade in einer Land- und Grenzgemeinde wie Neustift vermehrt Öffentlichkeitsarbeit
machen.
Zusammenhalt in Gemeinde groß
Ein Vorhaben, das bei den rund 1.600 Bürgern Neustifts volle Unterstützung findet: "In unserer Gemeinde funktioniert der
Zusammenhalt noch sehr gut", ist Bürgermeister Rauscher mit Recht stolz. Es gäbe sehr aktive Leute, die viel auf die Beine
stellen. Bestes Beispiel sei das bereits weithin bekannte "Fest des Jahres", welches seit mehr als 20 Jahren von den fünf
Vereinen der Gemeinde gemeinsam veranstaltet wird.
Wenn bei so viel Herausforderung noch Zeit bleibt, feuert Franz Rauscher gerne die heimische Fußballmannschaft an, oder
man trifft ihn auf der Asphaltbahn.