Überraschende Entscheidung: Nachdem drei Gemeinden um das Technologie- und Dienstleistungszentrum (TDZ)
im Bezirk Rohrbach ritterten, bekamen schließlich zwei davon den Zuschlag. Neufelden wird Hauptstandort mit
Schwerpunkt Technologie, in Haslach werden sich eher Dienstleistungsunternehmen einmieten.
BEZ. ROHRBACH. Dieser Entscheidung, die bei der Gesellschafterversammlung vergangenen Donnerstag getroffen wurde,
ging die Empfehlung eines Expertengremiums voraus. Sprecher Ing. Dieter Gleissner: "Das Ganze war eine äußerst
schwierige Angelegenheit. Alle drei Gemeinden zeigten sich sehr bemüht." Ausschlaggebend für den Zuschlag an Neufelden
war vor allem die Nähe zur HTL. "Mit dieser Schule gibt es nicht nur interessante Kooperationsmöglichkeiten, sondern auch
junge Interessenten für das TDZ", betonte Gleissner.
Bis zu 2.000 m2 groß soll das Gebäude werden, das direkt an der B127 errichtet wird, Erweiterungs- und
Betriebsansiedelungsflächen im unmittelbaren Umfeld sind vorhanden.
Nutzung eines historisch bedeutsamen Gebäudes
Um einen regionalwirtschaftlichen Ausgleich zu schaffen und das vorhandene Innovations- und Gründerpotenzial zu nutzen,
entschied sich das Gremium ebenso wie die Gesellschafter für einen Nebenstandort, nämlich Haslach. Die Webergemeinde
punktet vor allem durch das bereits bestehende Vonwiller-Gebäude, das eine sehr gute Bausubstanz aufweist.
"So kann dieser historisch bedeutsame und denkmalgeschützte Industriebau erhalten und auch genutzt werden",
argumentierte Ing. Gleissner.
Impulsgeber für gesamte Region
Das TDZ darf sich jedoch nicht auf die Standorte beschränken, vielmehr soll der ganze Bezirk davon profitieren, wie
WK-Bezirksstellenobmann KommR Friedrich Ransmayr betonte: "Es ist wichtig, dass alle Gemeinden dahinter stehen." Auch
eine Kooperation mit Bayern, konkret mit dem IGZ Waldkirchen, wird angestrebt.
Bis 1. Juli soll jetzt die Betreibergesellschaft gegründet werden, realistischer Termin für die Inbetriebnahme ist Ende 2001.