NIEDERKAPPEL/RAIDEN - Am Samstag, dem 6. Mai 2000 fiel dem Landwirt
Huber-Hinterleitner Josef bei seiner Rückfahrt nach Hause der Umstand auf, dass sich
seine zwei Karpfen im Teich ziemlich ungewöhnlich aufführten. Er stieg deshalb vom
Traktor ab und ging zum Teich hinunter, wo er sofort aufgrund des Jauchegeruches,
trüben Wassers und dem Schaum auf der Wiese die Ursache erkannte: Austritt von
Gülle aus seiner Jauchengrube, welche mit 1000 m³ die größte im Raum
Lembach/Niederkappel ist.
Er verständigte danach sofort die Feuerwehr mittels Notruf 122, worauf die Lembacher
Feuerwehr alarmiert wurde. Um ca. 12.30 Uhr war die FF Lembach an Ort und Stelle
und suchte gemeinsam mit dem Landwirt nach dem Grund des Austritts. Schnell
erkannte man, dass es sich nur um eine undichte Stelle beim Zulauf handeln konnte
und organisierte deshalb umgehend einen Bagger, um der Sache auf den Grund zu
gehen. Und wirklich, das Zulaufrohr war aus bisher ungeklärter Ursache beschädigt
(eingerissen).
Als nächste Maßnahme wurden drei Feuerwehrleute (die selber Landwirte sind)
gemeinsam mit dem Landwirt Huber-Hinterleitner dazu eingeteilt, die Jauchengrube bis
zu dem beschädigten Zulauf zu entleeren. Aufgrund der ingesamt 300 m³, die
ausgebracht werden mußten, war die Feuerwehr weitere 4 Stunden im Einsatz.
Um das Ausmaß der Umweltschäden festzustellen, wurde auch ein Amtstierarzt
verständigt, der glücklicherweise nur eine C3-Beeinträchtigung feststellen konnte, was
bedeutet, dass keine besondere Gefahr für die in dem naheliegenden Daglesbach
lebenden Fische besteht.
Während diese Angelegenheit noch glimpflich endete, wurde die FF Lembach während
dieser Ausrückung mittels Funkspruch zu einem schweren Verkehrsunfall auf der
Variante V (Nähe Eiglersdorf-Zufahrt) gerufen. Näheres im nächsten Artikel von
Lembach-Online.